Vom Hörsaal ins Arbeitsleben – wie schaffe ich den Übergang?

Der Übergang aus der Ausbildung ins Erwerbsleben fällt oft schwer. Es fehlt an Orientierung im Arbeitsmarkt und das Bewusstsein für den Wert der ei...

  • 30. Oktober 2020
  • 3 Min. Lesezeit
  • Max
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Der Übergang aus der Ausbildung ins Erwerbsleben fällt oft schwer. Es fehlt an Orientierung im Arbeitsmarkt und das Bewusstsein für den Wert der eigenen Fähigkeiten. Andreas Wiedemann vom Projekt Jeunes@Work gibt ein paar Tipps, wie man sich den Übertritt erleichtern kann und wo man Unterstützung findet.

Im Studium ist der Fokus stets auf ein klares Ziel gerichtet. Vor allem geht es darum, sich Wissen anzueignen, dieses anzuwenden und auf den Schultern der Giganten weit zu blicken. Die Studierenden kennen die Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens und befassen sich mit jeglichen Themen, die Umwelt, Kultur, Menschheit und Gesellschaft bewegen. Was die Universitäten jedoch nicht sind, sind Berufsvorbereitungsinstitute. Die Forschung wird dem Inhalt willen gepflegt. Die Lehrgänge fokussieren nicht darauf, was sich denn auf dem Arbeitsmarkt verwerten lässt. Die Folge ist, dass Studierende im Anschluss an das Studium diese Brücke selbst schlagen müssen. Sie müssen für sich definieren, wie sie ihre Ausbildung in den Berufsalltag übersetzen können. Dieser Schritt fällt oft schwer, da sich Ambitionen und Ideen an die Form eines konkreten Jobs anpassen müssen. Anders gesagt, stellt sich die Frage: Wie muss eine Stelle für mich beschaffen sein, dass ich meine Visionen ausleben kann und ich gleichzeitig die für mich richtige Mischung von Arbeit und Freizeit habe?

Das Projekt Jeunes@Work wurde vor 10 Jahren gegründet und hilft schweizweit Ausbildungsabsolvent*innen, den Einstieg ins Arbeitsleben zu finden. Sie können mit einer kostenlosen Beratung herausfinden, was für Möglichkeiten sie auf dem Arbeitsmarkt haben und wo sie auf den Karrierezug aufspringen können.

Andreas Wiedemann ist Job-Coach bei Jeunes@Work in Zürich und hat folgende Tipps, um den passenden Berufseinstieg zu finden:

  • Pflege dein Bewerbungsdossier und beschäftige dich mit deinen Stärken


  • Um eine Stelle zu finden ist mehr als ein aktuelles Bewerbungsdossier nötig. Dazu gehört auch ein Profil auf den gängigen professionellen Social Media Plattformen. Wichtig ist zu wissen, dass Unternehmen stets auf der Suche nach guten, zukünftigen Arbeitskräften sind. Wenn du ihnen sagen kannst, was sie an dir haben und wie du dich einbringen kannst, weckst du Interesse. Als Bewerber*in ist man keine bittstellende Person, sondern hat auch etwas zu bieten. Sei dir bewusst was das ist.

  • Aktiv werden!


  • Jobportale wie Talendo sind wertvolle Instrumente, um tatsächlich vorhandene Stellen zu finden. Es reicht aber nicht aus, sich auf Bewerbungsschreiben zu beschränken und auf den Bescheid zu warten. Besorge dir Informationen zu Unternehmen via Internet und Social Media oder informiere dich am besten direkt vor Ort. Nimm Kontakt zu relevanten Personen in Unternehmen auf und informiere dein Umfeld über deine Ziele. Häufig nehmen sich potentielle Arbeitgeber*innen gerne Zeit, um etwas über die Arbeit und die Firma zu erzählen und Tipps zu geben, wie sie an deiner Stelle vorgehen würden.

  • Hol dir Unterstützung!


  • Du musst dich nicht alleine auf diese Reise begeben. Viele Ausbildungsinstitute haben tolle interne Career Services, die dich bei der Erstellung der Unterlagen und der Planung des Vorgehens unterstützen. Auch bei Jeunes@Work findest Du schnell und unkompliziert kostenlose Unterstützung.

  • Besuche Events!


  • Viele grosse Firmen organisieren Anlässe für Absolventen. An den Universitäten stellen sich Unternehmen auf der Suche nach Talenten vor. Es gibt diverse Absolventenmessen, wo du mit Arbeitgebenden in Kontakt treten kannst. Stelle selbstbewusst deine Fragen und tausche dich mit den Unternehmensvertreter*innen aus – man weiss nie wo eine Tür aufgeht.

  • Sei neugierig, positiv und nimm dir Zeit!


  • Du stehst an einem spannenden Übergang im Leben. Nimm dir Zeit, dich über deine Optionen zu informieren und dich mit deinen Wünschen zu befassen. Oft findet man da einen Einstieg, wo man es zunächst nicht erwartet hätte.